Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Anmelden
 
Breadcrumb Navigation

stadtacker.net

:

Literatur: Verbietet das Bauen – Eine Streitschrift

VersionsverlaufVersionsverlauf

Titel

Verbietet das Bauen – Eine Streitschrift

Autoren/Herausgeber

Fuhrhop, Daniel

Weitere Autoren

 

Sprache

 

Stichwort

Plädoyer gegen die fortwährende Versiegelung von Flächen

Inhaltsbeschreibung

In den Städten wollen immer mehr Menschen Gärtnern: raus aus der Bude! Weg vom ewigen am PC-Hocken und sich das Gemüse selbst anbauen! Aber Kleingartenkolonie und Flächen der Gemeinschaftsgärten müssen in den Städten fast zentimeterweise verteidigt werden. Denn in Deutschland wird gebaut und zwar wie besessen. Alljährlich entstehen 200.000 Wohnungen neu und noch viel mehr Büroflächen. Und zudem noch und nöcher Einkaufszentren, viel, viel mehr als was je gebraucht würde. Und was neu gebaut wird, wird - besonders wenn es durch die öffentliche Hand gebaut wird - teuer. Es wird oft 10 oder auch 20 mal teurer als ursprünglich geplant. Warum wird in Zeiten knapper Kassen so viel gebaut? Ein Grund ist: Im Falle von Prestige- oder Vorzeigeprojekten fördert der Bund das Bauen. Hinterher fehlt den Kommunen und Ländern allerdings oft das Geld, die teueren Prestigeprojekte zu unterhalten und sie sehen sich also gezwungen, es den Kultur-, Sozial-, Schul- und Hochschul-Etats zu nehmen, die entsprechend zusammen gestrichen werden. Und wenn die Politik erst einmal ein unsinniges Bauprojekt genehmigt hat, gibt es oft kein Halten mehr, da schrauben sich die Kosten der Elbphilharmonie von anfangs angekündigten 77 Millionen Euro von Skandal über Skandal auf über 789 Millionen hoch, so dass die Skandalartikel auf der Architektur Biennale in Venedig 2012 bereits einen ganzen Saal füllten… Oder wie am Nürburgring in der Eifel, einer Rennfahrerstrecke durch ein Erholungsgebiet. Selbst als das Kind schon in den Brunnen gefallen war und allen klar war, dass man eine derartige Rennbahn nicht braucht, schmiss die Politik noch Geld hinterher, um durch Bespaßungsangebote zu retten, was doch nicht zu retten war. Daraufhin sollte anschließend 2014 erstmals in dieser Republik, ein ehemaliger Finanzminister dafür für dreieinhalb Jahre wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder hinter Gitter. Vor allem wird deshalb gebaut, weil das Geld, was den meisten Menschen (Jungen, Alten, Prekären, Arbeitslosen) fehlt, sich bei den Banken häuft, die gar nicht wissen, was sie damit anfangen sollen. Und so investieren sie und stecken das überflüssige Geld in die unsinnigsten Bauprojekte, nur damit sich das Angehäufte amortisiert. Was sie dabei nicht beachten, ist, dass ein erfolgreicher Neubau auf Kosten des Neubau von gestern geht. Einkaufscenter lassen die Innenstädte veröden. Denn was zu viel ist ist zu viel. Das ökologische Bauen wird dabei gerne als Vorwand benutzt, obwohl es in vielen Fällen vor allem neue Wege und Abgasemissionen erzeugt. Das Buch ist ein Plädoyer dafür, die Freiheit zu wohnen, wo man möchte, auch für die Geringverdiener zu erhalten.Und zwar indem wir uns alle beschränken, ein wenig zusammenrücken und uns bescheiden ans Renovieren machen, statt neu zu bauen... womöglich auch noch in Speckgürteln, wo wir als Ältere ev. gar nicht mehr wohnen mögen. Daniel Fuhrhop schreibt klar und knapp, und berichtet von Beispielen aus der ganzen Republik. Und er zählt im Anhang für Bürgerinitiativen und Politiker noch einmal übersichtlich auf, was zu tun wäre: wie etwa Wächterhäuser und Leerstandsmelder unterstützen, Abriss verbieten, Leerstand beseitigen, leere Luxuswohnungen verhindern, Wohnprojekte und gemeinschaftliches Wohnen z.B. in schrumpfenden Regionen. Das Buch gehört in jede Bibliothek und in Zeiten des Landgrabbing besonders eben auch in jede Gartenbibliothek.

Zielgruppe

Praktiker; Forscher

Publikationsart

Buch

Jahr

2015

Erschienen in:

 

Band/Heft

 

Verlag

München: Oekomm Verlag 180 S. 17,95 €

Identifikator

 

Auflage

 

DOI oder URN

http://www.daniel-fuhrhop.de/

URL

 

Dokument in stadtacker.net

Nein

Anlagen

Inhaltstyp: Literatur
Version: 4.0
Erstellt am 08.04.2016 19:00 von i:0#.f|membership|elisabeth meyer-renschhausen
Zuletzt geändert am 08.04.2016 20:59 von i:0#.f|membership|elisabeth meyer-renschhausen